Datenschutz bei Telefónica NEXT auf einen Blick

Datenschutz bei Telefónica NEXT auf einen Blick

Das Team der neuen Gesellschaft Telefónica NEXT arbeitet mit verschiedenen Daten, um daraus Lösungen für Städte, Einzelhandel und noch viele weitere Bereiche zu entwickeln. Dabei gilt: Der Datenschatz ist ohne Datenschutz wertlos. Die Daten werden nicht nur umfangreich geschützt, sondern die Kunden behalten auch die Kontrolle. Mit welchen Daten Telefónica NEXT arbeitet, welche Erkenntnisse das Unternehmen daraus gewinnt und wie jeder Kunde selbst darüber bestimmt, das alles erklären wir hier.

Telefónica NEXT arbeitet sowohl mit anonymisierten als auch mit personenbezogenen Daten. Die Verwendung dieser beiden Arten von Daten unterscheidet sich ganz maßgeblich voneinander: Zum einen analysiert Telefónica NEXT große Datenmengen, sogenannte Big Data, die aus anonymisierten Daten bestehen. Diese haben keinen Bezug zu individuellen Kunden. Aus den Erkenntnissen, die sich aus der Analyse dieser Daten ergeben, werden in Zukunft viele neue Lösungen für alle Bereiche des Lebens entstehen – von Mobilität und Gesundheit über den privaten Konsum bis zur öffentlichen Verwaltung.

Personenbezogene Daten hingegen ermöglichen es Telefónica NEXT, Angebote spezifisch auf den jeweiligen Kunden abzustimmen. Für die Nutzung dieser Daten ist die explizite Zustimmung des Kunden erforderlich.
Unabhängig ob es sich um anonymisierte oder personenbezogene Daten handelt: Der kann selbst über die Verwendung seiner Daten entscheiden. Das versteht Telefónica Deutschland unter dem Slogan „Deine Welt, Deine Wahl“.

Der Ursprung der anonymisierten Daten

166273198-smartphone-tablet-laptop-1280x720Mit über 44 Millionen Kundenanschlüssen liegt uns durch unsere normalen Geschäftsprozesse eine große Menge an Daten vor. Darunter sind vor allem solche, die ausschließlich bei uns als Netzbetreiber anfallen, beispielsweise Mobilitätsdaten. Diese entstehen, wenn Handys, z.B. beim Surfen oder Telefonieren, mit den Mobilfunkzellen kommunizieren. Täglich entstehen so rund vier Milliarden Datenpunkte.

Diese Daten durchlaufen zunächst ein dreistufiges Anonymisierungsverfahren. Die Entwicklung dieses Verfahrens wurde von der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit begleitet und erhielt im August 2016 vom TÜV das Siegel “Geprüfter Datenschutz“. Es sorgt dafür, dass Kundendaten komplett anonymisiert werden und sich auch nicht nachträglich bestimmten Personen zuordnen lassen.

Aufgrund der Anonymisierung ist rechtlich keine Zustimmung des Kunden erforderlich. Dennoch ermöglicht Telefónica Deutschland ihren Kunden über ein einfaches Webformular, der Nutzung ihrer Daten jederzeit zu widersprechen. Jeder Kunde hat so die Möglichkeit, seine persönlichen Präferenzen mit dem Nutzen abzuwägen, den seine Daten für die Wirtschaft und Gesellschaft schaffen.

Wie die Anonymisierung genau erfolgt

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Die Analyse anonymisierter Daten führt zu
wertvollen Erkenntnissen für Gesellschaft und Wirtschaft

Die Anonymisierung erfolgt in drei komplexen Schritten: Die Datensätze werden in ihre kleinstmöglichen Bestandteile zerlegt und der Personenbezug entfernt. Anschließend werden sie auf unabhängige Bereiche in getrennten Hochsicherheitsrechenzentren verteilt. Die Merkmale der Daten werden per Zufallsprinzip leicht verändert. So wird z.B. der Versandzeitpunkt einer SMS verwischt. Ferner weiß der jeweils speichernde Bereich nicht, welche Informationen er aufbewahrt.

Informationen werden nur generiert, wenn diese gleichartige Merkmale einer größeren Gruppe beschreiben. Auf Basis der aggregierten Daten wird auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet. Dabei gilt: Je größer die zugrundeliegende Datenmenge, desto aussagekräftiger die Statistik. Relevant ist also nicht das Individuum, sondern die Größe der Gruppe. Anders formuliert: Interessant ist nicht das Sandkorn, sondern der Strand.

Gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Nutzen anonymisierter Daten

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Studie in Stuttgart: Der Weg der Daten vom Handy
über die Anonymisierung bis zur Verkehrsmessung

Die Erkenntnisse aus datenbasierten Analysen sind beispielsweise für Städte interessant, die unter hohem Verkehrsaufkommen leiden, oder auch für Transportunternehmen. Das Potenzial von Mobilfunkdaten als eine verlässliche Datenquelle für die Verkehrsplanung untersucht Telefónica NEXT aktuell in Stuttgart gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut IAO. Zudem beteiligt sich das Unternehmen an einem Pilotprojekt in Nürnberg, bei dem auf Basis von Mobilfunkdaten die Verkehrsströme und darüber die Luftverschmutzung analysiert werden. Auch in Hamburg hat sich Telefónica NEXT an einer Studie beteiligt: Dort untersuchte das Unternehmen gemeinsam mit der Mitfahr-App flinc das Potenzial eines dynamischen Shuttleservices auf Basis von anonymisierten Mobilfunkdaten.

Dem Handel hilft die Datenanalyse bei der Gestaltung kundenfreundlicherer Kommunikation, passender Sortimente oder Öffnungszeiten. Telefónica NEXT analysiert beispielsweise mithilfe von Mobilfunkdaten Kundenströme im Umfeld einer Filiale. Weitere Informationen zum smarten Einzelhandel finden Sie hier.

Der Ursprung personalisierter Daten

Ganz anders verhält es sich mit personalisierten Daten. Sie werden im Vergleich zu anonymisierten Daten nicht automatisch im Netz generiert. Stattdessen buchen Kunden auf Wunsch einen bestimmten Service, z.B. O2 More Local. Mit der Buchung dieser Services stellt der Kunde verschiedene Informationen freiwillig zur Verfügung und stimmt zu, dass diese Daten für bestimmte Zwecke verwendet werden dürfen. Der Service kann ebenso jederzeit abbestellt werden, so dass der Kunde die Kontrolle über seine Daten behält.

Angebote, die den Kunden interessieren

Beispiele für o2 More Local - individuelle Angebote direkt aufs Handy

Beispiele für O2 More Local – individuelle Angebote direkt aufs Handy

Mit der kostenlosen Buchung von O2 More Local erlaubt der Kunde, dass Telefónica NEXT seine Daten, wie Aufenthaltsort, Wetter, Tageszeit, Alter und Geschlecht, verwenden darf, um ihm Angebote von Marken per Mobile Messaging zu senden. Hierfür ordnet Telefónica NEXT den teilnehmenden Kunden auf Basis ihrer Daten passende Angebote zu.

Beispielsweise definiert eine Drogeriemarktkette, dass Frauen im Alter von 30 bis 35, die sich in der Nähe einer Filiale aufhalten, eine SMS mit einem bestimmten Gutschein erhalten. Diesen kann die Kundin dann in der Filiale einlösen. Da die Angebote auf den individuellen Daten basieren, werden sie mit höherer Wahrscheinlichkeit von der Zielgruppe als relevant empfunden.

Die Daten werden dabei zu keinem Zeitpunkt an teilnehmende Partner weitergegeben, sondern verbleiben sicher bei Telefónica NEXT. Alle ortbezogenen Daten werden automatisch nach acht Stunden überschrieben.

Weitere Informationen

Gründung Telefónica Germany NEXT GmbH: Telefónica Deutschland bündelt digitale Wachstumsfelder in neuer Gesellschaft
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Privatsphäre hat höchste Priorität

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