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Der heutige Tag der erneuerbaren Energien ist eine bundesweite Initiative, die auf die Möglichkeiten der nachhaltigen Energiewirtschaft aufmerksam macht. Auch Telefónica Deutschland sieht sich als Telekommunikationsanbieter bei Umwelt und Klima in einer besonderen Verantwortung und hat dies in seinem Responsible Business Plan verankert, der Teil der Unternehmensstrategie ist.So hat sich das Unternehmen dazu verpflichtet, seinen Energieverbrauch sowie den CO2 Ausstoß bis 2020 um 11 Prozent zu senken und die gesamte Energie, die es selbst beschafft und kontrolliert, aus Grünstrom zu beziehen. Ohne den Zukauf von Kompensationszertifikaten – in 2016 ist das bereits gelungen.

Um Energie einzusparen und Treibhausgasemissionen zu reduzieren, setzt Telefónica Deutschland auf verschiedene Maßnahmen. Dazu gehören energieeffiziente Technik im Netzwerk und in Gebäuden, der Einsatz erneuerbarer Energien, klimaschonende Mobilität sowie nachhaltige Produkte und Services. So haben zuletzt Pilotprojekte in Stuttgart und Nürnberg gezeigt, wie sich mit der Analyse mobiler Daten die Verkehrsplanung verbessern lässt. Und in den eigenen Prozessen sorgt Telefónica Deutschland dafür, natürliche Ressourcen zu schonen und das Abfallaufkommen zu verringern.

Grünstrom hat Vorrang

Valentina Daiber

Klimaschutz ist eine der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen und als nach Kundenzahl größter Mobilfunkanbieter in Deutschland sehen wir uns hier klar in der Verantwortung“, sagt Valentina Daiber, Director Corporate Affairs und Mitglied der Geschäftsleitung bei Telefónica in Deutschland. „Bis 2020 wollen wir unsere direkten und indirekten CO2 Emissionen um 11 Prozent senken.“ Da CO2-Emissionen maßgeblich durch Stromverbrauch getrieben sind, will das Unternehmen bis 2020 seinen Energieverbrauch pro Datenvolumen um 40 Prozent gegenüber dem Jahr 2015 senken. Im Basisjahr verzeichneten wir einen Energieverbrauch pro Datenvolumen in Höhe von 0,41 GWh/PB, 2016 bereits 0,30 GWh/PB.

Telefónica Deutschland geht es bei der Reduzierung des Energieverbrauchs aber nicht nur ums Einsparen. „Grundsätzlich geben wir grüner Energie den Vorrang. Bereits heute haben wir zu 100 Prozent überall dort auf erneuerbare Energien umgestellt, wo wir auf Beschaffung und Verträge Einfluss haben“, erklärt Valentina Daiber. Dies gilt für das Netzwerk, für Büros, Call-Center, Shops und Rechenzentren. Beim Stromverbrauch, in den auch Dritte einbezogen sind – etwa bei gemeinschaftlichen Projekten oder bei Stromversorgung durch den Vermieter – liegt das Unternehmen bei einem Anteil von 74 Prozent an regenerativer Energien. Wie ernst die gesamte Telefónica Gruppe es mit Erneuerbaren Energien meint, zeigt die Mitgliedschaft in der RE100 Initiative. Gemeinsam mit Telefónica S.A. gehört Telefónica Deutschland diesem Zusammenschluss weltweit agierender Konzerne an, die sich dazu verpflichtet haben, ihren Energiebedarf zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien zu decken.

Modernisierung und Netzkonsolidierung senken Stromverbrauch und Kosten

Cayetano Carbajo Martín, Chief Technology Officer (CTO) von Telefónica Deutschland

Cayetano Carbajo Martín

Treiber beim Stromverbrauch ist das Netzwerk. Allein 92 Prozent fallen auf diesen Bereich. Die Modernisierung des 2G- und 3G-Netzes bis Ende 2018 wird dazu beitragen, den Verbrauch zu senken. Zudem schaltet Telefónica Deutschland im Zuge der Netzkonsolidierung verschiedene Standorte ab und baut rund 14.000 Netzeinheiten bis Ende 2018 zurück. Ein dritter wesentlicher Punkt aus technischer Sicht ist das sukzessive Abschalten der DSL Hauptverteiler bis 2020. Insgesamt lassen sich dadurch Einsparungen von rund 260 GWh erzielen.

Diese Maßnahmen machen sich aber nicht nur in der Umweltbilanz, sondern auch finanziell bemerkbar. „Die Einsparungen durch Energieeffizienz im operativen Geschäftsbetrieb werden sich bis 2020 voraussichtlich auf 15 Millionen Euro belaufen“, sagt Cayetano Carbajo Martin, Chief Technology Officer bei Telefónica in Deutschland. “Wo es möglich ist, teilt Telefónica Deutschland die Nutzung von Mobilfunkmasten mit anderen Mobilfunkbetreibern oder Unternehmen, die eigene Funksysteme betreiben.” Dies reduziere Energieverbrauch und Abfallaufkommen und vermindere zudem die Beeinträchtigungen im Landschaftsbild. In 2016 hat Telefónica Deutschland mehr als 4.900 Standorte im Telefónica Mobilfunknetz in der Nutzung geteilt.

Effiziente Energieversorgung in Gebäuden

Auch in Gebäuden reduziert Telefónica Deutschland kontinuierlich den Stromverbrauch. Beispielhaft dafür ist der Standort Düsseldorf. Dort greift das Unternehmen mit dem Betrieb zweier Blockheizkraftwerke (BHKW) auf eine dezentrale, klimafreundliche und effiziente Versorgung des dortigen Rechenzentrums zurück. Die BHKW mit einem Wirkungsgrad von 83 Prozent können redundant betrieben werden und entsprechen damit – auch beim möglichen Ausfall des öffentlichen Netzes – höchsten Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen. 2016 haben sie 0,7 GWh Strom erzeugt, sodass Telefónica Deutschland 360 Tonnen CO2 einsparen konnte. Besonders positive Umwelteffekte erreichen wir durch die Nutzung von Biogas als Energieträger, womit Kälte und Strom quasi klimaneutral erzeugt werden können. Ein weiteres Beispiel liefert der neue Logistikstandort für Mobilfunk-Hardware in Harsewinkel. Diesen lässt Telefónica Deutschland komplett mit erneuerbaren Energien versorgen. So werden die Lagerhallen mittels Erdwärme klimatisiert, während Photovoltaikanlagen Sonnenenergie zur Stromerzeugung nutzen.

Klimaschonende Mobilität

Frau-Smartphone-Zug-Bahn-158295607-1280x720Emissionen entstehen aber nicht nur aus dem Stromverbrauch, sondern auch beim Arbeitsweg oder auf Geschäftsreisen. Ziel von Telefónica Deutschland ist, dass diese Emissionen bis 2018 um zehn Prozent gegenüber dem Jahr 2015 gesenkt werden.

Dafür gestaltet das Unternehmen seine Reiserichtlinien neu aus. Zudem entwickelt es bis Ende 2018 ein Konzept zur emissionsreduzierten Fahrt zur Arbeit und nach Hause. Auch die durchschnittliche Flottenemission des Unternehmensfuhrparks soll auf 95 g CO2/km reduziert werden. Dazu überarbeitet das Unternehmen seine Fahrzeugrichtlinie, um die Anzahl der Fahrzeuge mit hohen CO2-Emissionen zu verringern und Elektroautos finanziell zu unterstützen.

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