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Weißstörche nisten auf Mobilfunkmast

Zwei Weißstörche haben sich im baden-württembergischen Horrheim einen ungewöhnlichen Platz zum Brüten ausgesucht: In diesem Frühjahr hat das Vogelpaar sein Nest auf einem Mobilfunkmasten von Telefónica gebaut. Die Tiere wurden von ihrem vorherigen Nistplatz vertrieben und finden auf der Anlage ein neues, sicheres Zuhause. Als Unternehmen, das Umwelt- und Naturschutz stets großschreibt, setzt sich Telefónica für den Erhalt des Nistplatzes ein. Dabei arbeitet der Mobilfunkanbieter mit dem Naturschutzbund Deutschland e.V. zusammen.

Der Bestand an Weißstörchen geht in Deutschland zunehmend zurück. Weil es an feuchten Wiesenflächen fehlt, errichtete die Ortsgruppe Vaihingen/Enz des Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) schon im Jahr 1995 einen Storchenmast im Wiesental bei Horrheim im Landkreis Ludwigsburg am Stromberg. Neun Jahre mussten vergehen, bis sich 2014 endlich ein Storchenpaar dort niederließ. Doch im März dieses Jahres wurde das Vogelpaar von eingewanderten und sehr aggressiven Nilgänsen, die sich im angrenzenden Naturschutzgebiet angesiedelten haben, aus seinem Nest vertrieben. Kurzum bezogen die schwarz-weißen Vögel einen Mobilfunkmast am nahegelegenen Sportgelände in Vaihingen/Enz-Horrheim.

Telefónicas Einsatz zum Schutz von Flora und Fauna

Stoerche-auf-o2-Mobilfunkmast-IMG_1475-1280x720Der Funkmast bietet durch seine Höhe guten Schutz vor Raubtieren und ermöglicht den Weißstörchen gleichzeitig eine gute Übersicht über die Umgebung. Telefónica achtet beim Ausbau und dem Betrieb von Mobilfunkanlagen grundsätzlich auf bewährte Konstruktionen und Verfahren, die den Tier- und speziell den Vogelschutz berücksichtigen. So werden zum Beispiel beim Bau Brutplätze bedacht und beim Betrieb Brutzeiten geschützt, indem Wartungsintervalle daran angepasst werden. Im Falle des ungewöhnlichen Nistplatzes auf dem Masten, den das Horrheimer Weißenstorchpaar sich ausgesucht hat, setzt sich Telefónica dafür ein, dass sich die tierischen Untermieter lange dort wohlfühlen. Denn Störche kehren allgemein jedes Jahr im Frühjahr zu ihrem alten Nistplatz zurück.

Damit die NABU-Ortsgruppe auch nach dem Umzug des Storchenpaars sein Verhalten verfolgen und die neu schlüpfenden Weißstorchjungen beringen kann, kooperiert Telefónica mit dem Naturschutzbund und ermöglicht ihm Zugang zum auf dem Masten befindlichen Nest. Schon seit längerem ist das Unternehmen Kooperationspartner der Organisation zum Schutz der Umwelt. So organisiert Telefónica zum Beispiel aktuell einen Wettbewerb zum Sammeln alter Handys und spendet für jedes Mobiltelefon, das bis zum 31. Juli an den NABU geschickt wird, Geld für das Renaturierungs-Projekt „Untere Havel“. Damit soll die Untere Havelniederung geschützt werden, die als das größtes und bedeutsamstes Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mitteleuropas neben Weißstörchen mehr als 1.100 anderen stark gefährdeten und vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause bietet.

Von Weißstörchen und Wanderfalken

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Wanderfalken brüten auf O2 LTE Mast

Die beiden Weißstörche sind nicht die ersten gefiederten Freunde, die sich auf einem Telefónica Mobilfunkmast zur Familienplanung niederlassen. Schon 2014 hatten sich Wanderfalken in einem Nest auf einem Mobilfunkmast eingerichtet, um zu brüten.

Im Gegensatz zum ungeplanten Zuzug der Weißstörche war das Wanderfalken-Nest jedoch beabsichtigt: Zusammen mit dem bayerischen Landesbund für Vogelschutz (LBV) hatte Telefónica damals einen Brutkasten aufgestellt, um einen Brutplatz für die bedrohte Tierart zu schaffen. Im Brutkasten war eine Webcam installiert, sodass damals Telefónica Mitarbeiter und Vogel-Freunde per Livestream miterleben konnten, wie der Nachwuchs schlüpfte. Die Tiere fühlten sich damals augenscheinlich so wohl, dass sie auch im darauffolgenden Jahr wiederkehrten und bald darauf Nachwuchs ausbrüteten. Dafür, dass auch das Weißstorchpärchen nach der Rückkehr aus dem Winterquartier Afrika im kommenden Jahr erneut einen vertrauten Nistplatz beziehen kann, möchte Telefónica nun Sorge tragen.

Weitere Informationen

Website: Landesbund für Vogelschutz (LBV)

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