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v.li. Katarina Barley, Valentina Daiber, Steffen Klusmann und Monika Schulz-Strelow

Telefónica Deutschland wurde gestern mit dem ersten Women-on-Board-Award als „Best Performer“ ausgezeichnet. Auf dem FidAR Forum in Berlin nahm Valentina Daiber, Director Corporate Affairs und Mitglied der Geschäftsleitung bei Telefónica in Deutschland, den Preis persönlich entgegen. In ihrer Dankesrede vor ca. 300 geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft forderte die Diversity-Beauftragte des Unternehmens mehr Vielfalt in den Chefetagen und dankte gleichzeitig FidAR für ihre Arbeit.

FidAR e.V., die Initiative für mehr Frauen in den Aufsichtsräten, setzt sich seit mehr als zehn Jahren für mehr Frauen in Führungspositionen der deutschen Wirtschaft ein. Mit den sogenannten Women-on-Board-Indizes, die FidAR seit sieben Jahren erhebt, wird die Anzahl der Frauen in den Aufsichtsräten und Vorständen der 160 DAX, MDAX, SDAX und TecDAX-Unternehmen in Deutschland gemessen. Die daraus resultierenden Unternehmens-Rangfolgen dokumentieren die Entwicklung des Frauenanteils und sorgen darüber hinaus für Transparenz in der Öffentlichkeit.

Telefónica Deutschland ist „Best Performer“

FidAR-Award-2017-2-1280x720-3In deutschen Unternehmen gibt es, auch im internationalen Vergleich, noch immer zu wenige Frauen in Aufsichtsräten, Vorständen und Geschäftsführungen. Dabei ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Vielfalt in den Führungsetagen den wirtschaftlichen Erfolg fördert.

Steffen Klusmann, der Chefredakteur des Manager Magazins, bezeichnete Telefónica Deutschland hinsichtlich der Geschlechterbalance im Aufsichtsrat sowie im Vorstand und weiteren Management-Ebenen als „echtes Vorbild“ für andere Unternehmen in Deutschland. Aus Sicht von FidAR ist das Unternehmen sogar der „Best Perfomer“ in Deutschland und erhielt folgerichtig auf dem diesjährigen FidAR Forum in Berlin den ersten Women-on-Board-Award.

„Wir freuen uns und sind stolz, mit unserem hohen Frauenanteil in Vorstand und Aufsichtsrat der “Best Performer” in Deutschland zu sein. Eine ausgewogene Besetzung der Führungsgremien ist essentiell und hat positive Auswirkungen auf Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in Deutschland“, sagte Valentina Daiber, Director Corporate Affairs und Mitglied der Geschäftsleitung bei Telefónica in Deutschland, in ihrer Dankesrede.

Initiativen wie FidAR tragen dazu bei, dass die Gleichstellung von Mann und Frau vorangebracht wird. Der Verein war auch maßgeblich an der Ausarbeitung und Verabschiedung des Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst beteiligt. Laut diesem Gesetz müssen seit 2016 rund 100 Unternehmen 30 Prozent ihrer neu zu besetzenden Aufsichtsratspositionen mit Frauen besetzen.

Frauen in Führungspositionen fördern

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Katarina Barley

„Es freut uns sehr, den “Women-on-Board-Award” entgegennehmen zu dürfen. FidAR würdigt damit den Beitrag von Telefónica Deutschland zur Förderung von Frauen in Führungspositionen. Für Telefónica ist es ein großes Anliegen, Diversität am Arbeitsplatz in allen seinen Märkten zu fördern, und Geschlechtergleichheit spielt dabei eine Schlüsselrolle.“, betont Eva Castillo Sanz, Vorsitzende des Aufsichtsrats der Telefónica Deutschland Holding AG.

Die Gleichstellung von Männern und Frauen innerhalb des Unternehmens ist nicht nur Teil der global geltenden Diversity-Strategie bei Telefónica, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des Talentmanagements. Mit etlichen Projekten und internen Maßnahmen erhalten Frauen bei Telefónica die Möglichkeit, sich beruflich weiterzuentwickeln. Mit dem „Women in Leadership“-Programm werden gezielt weibliche Führungskräfte gefördert, um ihre Stellung im Unternehmen zu stärken und sie auf ihrem Karriereweg zu unterstützen. Mit den neu eingeführten Führungstandems soll ebenfalls Vielfalt im Unternehmen gefördert werden. Hierbei teilen sich beispielsweise zwei Teilzeitkräfte eine Führungsposition. Solche Modelle tragen dazu bei, dass hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Karriere und Familie leichter miteinander vereinbaren können.

Die Politik ist gefragt

Die neue Bundesfamilienministerin Katarina Barley, die die Grundsatzrede der Veranstaltung hielt, sagte, die Frauenquote sein ein Erfolg, müsse aber ausgeweitet werden. So solle sie für mehr als 1.700 börsennotierte oder voll mitbestimmte Unternehmen gelten, und das nicht nur in Aufsichtsräten, sondern auch Vorständen und anderen Führungspositionen.

„Frauen wollen an die Spitze der deutschen Wirtschaft“, sagte sie. „Wenn wir das umsetzen, was wir uns vornehmen, dann wirkt das auch.“

Weitere Informationen

Frauen in Führungsgremien: Telefonica ist Deutschlands Quoten-Champion (Manager Magazin vom 29.06.2017)
FidAR – Die Initiative für mehr Frauen in die Aufsichtsräte im Netz
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