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Im Schnitt bleibt ein Auto in Deutschland pro Tag 23 Stunden ungenutzt und erzeugt damit im parkenden Zustand immense Kosten. Zudem sind – egal ob Carsharing oder Privatfahrzeug – pro Fahrt durchschnittlich nur 1,5 Personen an Bord. Insgesamt führt der motorisierte Individualverkehr zu überlasteten Innenstädten, extremen Umwelt- und Klimabelastungen sowie Krankheiten durch Stress. Ein flexibles Shuttle-System hingegen würde sich positiv auf Autonutzung, Stau und CO2 Emissionen auswirken. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie der Mitfahr-App flinc. Für die Durchführung der Studie setzte flinc allen voran auf die Analyse anonymisierter Mobilfunkdaten von Telefónica NEXT.

In einer Studie untersuchte die flinc GmbH die Auswirkungen eines Shuttle-Systems auf den Individualverkehr in Hamburg. Dafür ging das Unternehmen von dem Szenario aus, dass ein Shuttle-System alle Privatfahrzeuge in der Stadt Hamburg vollständig ersetzt.

Solch ein Shuttle-System kombiniert die Stärken des öffentlichen Nahverkehrs mit den Vorzügen des eigenen Autos, während es dessen Nachteile ausgleicht. Verkehrsunternehmen könnten je nach Bedarf flexible Shuttlebusse für acht bis zwölf Personen in ihre bereits bestehende Infrastruktur integrieren: Fahrgäste würden ihr Shuttle bequem per App bestellen und an einer bestimmten Haltestelle abgeholt werden. Die Software berechnet automatisch, anhand der angefragten Fahrten, die optimale Route des Shuttles.

Anonymisierte Mobilfunkdaten sind Basis für Simulation

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Vergleich des Verkehrs von PKW und Shuttle

Ausgangspunkt der Studie sind Daten, die automatisch im normalen Geschäftsbetrieb bei Telefónica Deutschland entstehen, wenn Handys, z.B. beim Telefonieren oder Surfen, mit den Mobilfunkzellen kommunizieren. Diese Daten werden über ein dreistufiges und vom TÜV zertifiziertes Verfahren anonymisiert. Ein Rückschluss auf einzelne Personen ist auf diese Weise nicht möglich. Das Verfahren wurde auch von der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit begleitet.

Die smarte Datenanalyse auf Basis von Mobilfunkdaten kann die Verkehrssituation in einer Stadt im Vergleich zu herkömmlichen Methoden weitaus genauer analysieren. Auf Basis der anonymisierten Daten konnten rund 35 Millionen Fahrbewegungen berechnet werden, die zwischen September und Oktober 2015 innerhalb Hamburgs zurückgelegt wurden.

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Florian Marquart

„Die Gestaltung zukünftiger urbaner Mobilität ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Unsere Kooperation mit flinc zeigt sehr anschaulich, wie unsere Datenanalyse einen sinnvollen Beitrag zu besserem und umweltfreundlichem Verkehr leisten kann. Davon profitieren viele Menschen ganz unmittelbar“, sagt Florian Marquart, Geschäftsführer der Telefónica NEXT und zuständig für den Bereich Advanced Data Analytics.

Positive Effekte für Verkehr und Umwelt

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Analysiert wurde der Verkehr in Hamburg

Heute veröffentlichte die flinc GmbH die Ergebnisse ihrer Studie: Ausgehend vom Szenario, dass ein Shuttle-System Privatfahrzeuge vollständig ersetzt, würde das zu 97% weniger Autos, rund 61% weniger gefahrene Kilometer und rund 57% geringere Gesamtkosten pro Kilometer führen.

Zudem zeigt die Studie, dass die Menschen dank der Shuttles schneller ans Ziel kämen als mit ihrem eigenen PKW und dennoch nicht auf flexible und individuelle Mobilität verzichten müssten. Gleichzeitig würde ein Shuttle-Service den öffentlichen Nahverkehr effizienter gestalten. In der Folge könnten Autonutzung, Stau, Lärm und CO2 Emissionen reduziert werden. Die Shuttlebusse würden sich in der Stadt Hamburg so äußerst positiv auf Lebensqualität, Umwelt und Verkehr auswirken.

„Diese Simulation bietet die Grundlage für einen On-Demand-Verkehr, der durch die bessere Auslastung bestehender Ressourcen ein neues Verkehrsmittel darstellt“, sagt Dr. Klaus Dibbern, CEO der flinc GmbH.

Smarte Datenanalyse für den Verkehr bei Telefónica NEXT

logo-telefonica-germany-next-gmbh-1280x720Telefónica NEXT untersucht das Potenzial von Mobilfunkdaten für Verkehr, Mensch und Umwelt nicht nur im Zuge der Kooperation mit flinc. Das Unternehmen erforscht bereits in einem Pilotprojekt in Nürnberg, inwiefern sich die Luftverschmutzung auf Basis von Mobilfunkdaten berechnen lässt. Darüber hinaus analysieren Fraunhofer IAO und Telefónica NEXT in Stuttgart, ob Mobilfunkdaten eine verlässliche Datenquelle für die Verkehrsplanung darstellen.

Alle Projekte sind unter dem Dach der neuen Gesellschaft Telefónica NEXT im Kompetenzbereich der smarten Datenanalyse, Advanced Data Analytics, gebündelt. Mit Advanced Data Analytics richtet Telefónica NEXT den Blick auf den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzen, der sich aus der Analyse großer Datenmengen ziehen lässt. Die Studie „Erneuerung der städtischen Mobilität: Wie kann ein Shuttle-System den kompletten motorisierten Individualverkehr in Hamburg ersetzen?“ ist ab sofort als Download auf flott-shuttle.de/studie verfügbar.

Weitere Informationen

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