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Telefónica NEXT hat ihre Internet-of-Things-Plattform „Geeny“ auf einer Technologiekonferenz in San Francisco für interessierte Entwickler und Unternehmen geöffnet. Ab sofort können diese die Plattform in der Alpha-Version nutzen, um gemeinsam intelligent vernetzte Konsumentenprodukte und Services zu entwickeln. Das Ziel von Geeny ist ein offenes Ökosystem, das die Kombination verschiedener Geräte und Anwendungen ermöglicht, wobei der Nutzer stets die Kontrolle über seine Daten behält. In einem nächsten Schritt soll die Plattform auch Endkonsumenten zur Verfügung stehen.

Im Konsumentenbereich ergeben sich durch das Internet der Dinge zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Das können intelligente Skier sein, die zum Skilehrer werden oder vernetzte Haushaltsgegenstände, die älteren Menschen ein längeres Leben im eigenen Zuhause ermöglichen. Experten rechnen damit, dass bis 2020 über 183 Millionen Alltagsgegenstände in Deutschland miteinander verbunden sein werden.1

Hohes Potenzial von smarten Produkten

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Jeff Katz, Senior Practice Lead IT/Engineering bei Telefónica NEXT, spricht auf
der Wearable Technologies Konferenz im Silicon Valley; Foto: Geeny.io

All diese vernetzen Geräte müssen entwickelt und gesteuert werden. Dazu bedarf es Know-how aus verschiedensten Disziplinen, wie z.B. Industriedesign, Hard- und Software, Datenanalyse und Konnektivität – komplexe Prozesse und Anforderungen, die gerade Anbieter im Endkunden-Umfeld vor große Herausforderungen stellt.

Aber auch Hersteller von bereits smarten Anwendungen müssen sich weiterentwickeln. Laut einer Studie von Ericsson2 wenden sich über 20 Prozent der Kunden von Wearables (z.B. Fitnessarmbändern) wieder ab, da ihre Funktionalität und Nutzung eingeschränkt ist. Weitere 23 Prozent bemängeln die fehlende eingebaute Konnektivität.

Bereits heute arbeiten Fitnesstracker-Hersteller mit der Lebensmittelbranche zusammen, um auf Basis von Trainingsdaten beispielsweise Ernährungspläne für ihre Kunden zu entwickeln. Alleine in diesem Bereich sind die Kooperationsmöglichkeiten unendlich. Bisher fehlt allerdings ein offener Marktplatz, auf dem sich solche Anwender austauschen können. Geeny ist dieser Marktplatz“, sagt Jeff Katz, Senior Practice Lead IT/Engineering bei Telefónica NEXT. Er hatte die IoT-Plattform in dieser Woche auf der Wearable Technologies Konferenz im Silicon Valley einer breiten und internationalen Entwickler-Community präsentiert.

Geeny schafft Partner-Ökosystem

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Foto: pixabay/mcmurryjulie

Das Geeny-Ökosystem bringt verschiedene Partner und Kompetenzen zusammen, darunter Entwickler, Hersteller für Endkonsumentenprodukte, Design- und Fertigungspartner. Damit können zukünftig IoT-Produkte für Endkunden schneller und kosteneffizienter auf den Markt gebracht werden.

Zudem haben Unternehmen auf der Geeny Plattform die Möglichkeit, ihre bestehenden Produkte für ihre Kunden interessanter und nützlicher zu machen. Deshalb lassen sich Geräte, Anwendungen (z.B. mobile Apps) und Daten über unterschiedliche Hersteller hinweg beliebig kombinieren, vernetzen und um weitere Anwendungen erweitern.

Zum Beispiel könnte Unternehmen A einen smarten Skischuh von Hersteller B nutzen, um einen intelligenten Lauftrainer für eine bessere Haltung beim Skifahren aufzusetzen. Solche Erweiterungen und Kooperationen sind sowohl für große Unternehmen mit ausgereiften Produkten als auch insbesondere für Start-ups interessant. Denn so können gänzlich neue Produktbereiche und Zielgruppen erschlossen werden.

Ein Algorithmus – unzählige Anwendungen

Geeny bietet auf seiner Plattform vorkonfektionierte Services an, beispielsweise intelligente Algorithmen. Einmal programmiert, lassen sie sich für verschiedene IoT-Produkte und Services immer wieder nutzen.

Entwickler und andere Unternehmen können solche Algorithmen ab sofort auf der Plattform anbieten und so einen neuen Vertriebskanal erschließen. Dies unterstützt Geeny mit einer Testanwendung inklusive Anleitung und ausführlicher Dokumentation für Entwickler.

Geeny im Video (nur Englisch)

Datenhoheit und Datennutzen in Einklang bringen

Bei all diesen Anwendungen hat es für Telefónica NEXT stets Priorität, dass Kunden und Anwender die Hoheit über ihre Daten behalten. Aus diesem Grund werden alle Endnutzer von Geeny die Möglichkeit bekommen, ihre persönlichen Daten, die durch die smarten Geräte generiert werden, eigenständig zu verwalten. Sie sollen selbst entscheiden können, welche Daten sie wohin übermitteln und welche Unternehmen sie für statistische Analysen und Produktverbesserungen nutzen dürfen.

Interessierte Entwickler können ab sofort einen Geeny-Account anlegen und anhand beispielhafter Anwendungen die Möglichkeiten der Plattform testen.

1 Machina Research, McKinsey Global Institute
2Ericsson ConsumerLab, Wearable Technology and the Internet of Things 2016

Weitere Informationen:

Go, create the future: Geeny.io Website
Geeny für Entwickler: develeopers.geeny.io
Mehr innovative Lösungen: Telefónica NEXT

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